Second Life & das “Music Business 2.0″
Nur als kurzer Anriß für das Themengebiet “Geschäftsmodelle für die Musikbranche in ‘Second Life’” habe ich im “Music Business 2.0″-Network mal auf englisch kurz angetriggert, was bislang schon möglich ist. In der Tat bestehen eine Reihe von reizvollen Möglichkeiten speziell für Musiker, Bands, Labels und Downloadshops im Metaversum aktiv zu werden. In den nächsten Tagen gibt’s mehr zum Thema Musik in Second Life.
Kein First-Land mehr
Wie Linden Lab im offiziellen SecondLife-Blog mitteilt wird mit sofortiger Wirkung das First-Land-Programm eingestellt! Zur Erinnerung: First-Land stand exklusiv zahlenden Premiummitgliedern zur Verfügung und ermöglichte diesen den günstigen Kauf von Land - die Grundstücke hatten eine Standardgröße von 512 qm und waren zum Verzugspreis von 512 L$ (entspricht 1L$ pro qm) erhältlich. Nachdem die Wartezeiten bis zur Bereitstellung zuletzt immer länger wurden und von Betreiberseite Kritik laut wurde, daß diese “Plots” lediglich zum schnellen Weiterverkauf und somit zur bloßen Profiterzielung genutzt wurden, hat man sich gestern dazu entschlossen das Programm zur Landsubventionierung einzustellen. Als alleinige Vorteile für Premium-Mitglieder bleibt somit “nur” noch das wöchentliche “Stipendium” von monatlich 1.200 L$ (entspricht ca. 4,50 US$) sowie die 512 qm gebührenfreier Grundbesitz (auf dem Mainland; Gegenwert ca. 5 US$).
Lernen für das “zweite Leben” mit WIFI
Seit kurzem dringen verstärkt wirtschaftliche Erfolgsmeldungen aus der virtuellen 3D-Welt “Second Life” in das reale Leben. Immer mehr virtuelle Unternehmensgründer verdienen in “Second Life” reales Geld. Das WIFI der Wirtschaftskammer Salzburg, immer am neuesten Wissensstand, was technische Innovationen und Ausbildungen betrifft, wird nun selbst ein Teil der virtuellen “zweiten” Welt. “Da auch im ,zweiten Leben‘ fundiertes Wissen die Grundlage des Erfolges ist, bietet das WIFI Salzburg ab sofort ein eigenes ,Second Life‘-Kursprogramm - im eigenen virtuellen Schulungsgebäude mitten im ,Second Life‘”, sagt WIFI-Leiterin Dr. Renate Woerle-Vélez Pardo. Alle “Second Life”-Kurse des WIFI Salzburg, etwa Erste Schritte im “Second Life” oder “Second Life - Das erste selbstverdiente Geld”, können direkt über den Webshop des WIFI Salzburg gebucht und virtuell absolviert werden. Um den Zugang zu den Kursen noch einfacher zu machen, wurde für das Projekt eine eigene Website eingerichtet. (mehr…)
Juhu, Mercedes ist da…
So hätten die Marketing-Mannen es wohl gerne gehört. Nachdem der deutsch-amerikanische Mutterkonzern einer erstklassigen Me-Too-Strategie gefolgt ist und zahlreichen Mitbewerbern den Vortritt ließ, präsentiert sich der virtuelle Auftritt am biederen Image, das die Stuttgarter Autobauer doch so gerne loswerden würden, um nachhaltig jüngere Kundengruppen ansprechen zu können. Fokus der Mercedes-Insel ist die Promotion der neuen C-Klasse, es finden sich aber auch vernetzte Schnittstellen zu den Mixed Tape-Compilations sowie eine Live-Bühne auf der heute abend live die offizielle Eröffnungsparty steigen soll. Um den Einstieg ins Thema Second Life zu erleichtern, hat Mercedes-Benz ein spezielles Blog gestartet. Die Insel selbst enttäuscht allerdings, der Showroom sieht aus wie im echten Leben und die Teststrecke erinnert offenbar bewußt an deutsche Autobahnen. Das war’s dann aber auch schon… am Willkommenstresen gibt’s noch ein digitales Pressekit. Da hätte man mehr erwarten können - “suboptimal” wäre noch ein Lob für diesen Auftritt.
Second Life ist global
Wenn man heutzutage etwas von Globalisierung hört, ist dies meist negativ. Positive Ausprägungen kann man derzeit aber in “Second Life” erleben. Das dort viele US-Bürger und Japaner sowie einige Europäer das virtuelle Leben ausprobieren, ist nicht wirklich überraschend. Allerdings traf ich neulich nicht nur einen Avatar, dessen Besitzer in der Türkei saß, sondern gestern auch einen Franzosen aus Martinique und einen Brasilianer. Das hatte mich dann schon positiv überrascht, da mir nicht bewußt war, wie gut und wie global die PR-Welle der Lindens läuft. Insofern könnte das oftmals beschworene “global village” endlich Realität werden, wenngleich bereits wieder erste nationale Siedlungen von deutschen, japanischen, spanischen, italienischen, irischen und französischen Communities entstehen - allerdings sind hier regelmäßig auch Ausländer willkommen. Das ist ein Anfang!
Aller Anfang ist schwer… (Teil 2)
Zweiter Teil der gefundenen Einsteiger-Berichte - hier berichtet ein deutscher SL-Newbie über seinen zweiten Tag in Second Life. Und bringt erneut Kritiker ins Zweifeln, daß in SL doch alles so furchtbar kommerziell ist und man ohne einen einzigen Linden-Dollar doch überhaupt keinen Spaß hätte.
“Wie bereits im ersten Kommentar erwähnt nutze ich das kostenlose SL und bin demzufolge ohne einen Linden Dollar virtuell geboren worden. Heute war mein Bestreben viele Freebies zu bekommen. Freebies sind Objekte aller Art, die man völlig umsonst geschenkt bekommt. Es gibt für fast alles eine Freebie-Alternative. Man muss sie nur finden. Mit den vielen Hinweisen hatte ich großen Erfolg und habe viele schöne Designerklamotten, eine neue Frisur, Fahrzeuge, Bausteine, Türen, Lampen, Software und noch vieles, was ich noch nicht mal überblicke, bekommen.”
Virtuelles Fernsehen: Bunch.tv
Die virtuelle Welt von Second Life hat nun auch einen eigenen Fernsehsender. Mit Bunch.TV wird den Bewohnern des Internet-Paralleluniversums kostenloser Fernsehkonsum angeboten. Integriert wurde der Internetsender von der Multimedia-Agentur exozet interact, die auf die Konzeption und Umsetzung von Marketingstrategien in Second Life spezialisiert ist. Second Life hat ab sofort eine eigene Senderzentrale, wo sich jeder Bewohner ein TV-Gerät besorgen kann, um darauf Bunch.TV zu empfangen.
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Guter Tip für Einsteiger
Manchmal ist es schon seltsam: da sprechen einem andere aus der Seele, nehmen einem die Worte von der Zunge oder helfen bei Wortfindungsstörungen. So auch der Autor (Dings?) im inoffiziellen, aber dafür rein deutschsprachigem “SecondLife Blog” unter dem schon vielsagendem Titel “SL is ganz normale - benehmen Sie sich einfach zivilisiert“, darin heißt es u.a.:
“Liebe deutsche Landsleute, es mag ja sein, dass sie stolze Besitzer von Computer und Internetzugang sind. Aber es ist nicht erforderlich, ihren Mitmenschen aufdrängen zu wollen, was sie dadurch für ein toller Hecht sind - zumal, wenn sie diese Mitmenschen in eben diesem Internet treffen.”
Und weiter unten:
“Second Life ist einfach eine globale Erweiterung der Kommunikationsmöglichkeiten, nicht von debilen Computerspielen oder Schülerforen. Sie können hier die erstaunliche Erfahrung machen, dass sie virtuell im richtigen Leben und - in Form ihres pöbelnden Teenie-Avatars - als Idiot dastehen.”
Schön formuliert auch folgende Feststellung:
“Wenn sie einen Newbie-Treffpunkt verlassen und treffen dabei auf eine Gruppe Avatare, lassen sie ihren Penis zur Abwechslung mal eingepackt und fordern sie nicht zum Glücksspiel auf, denn die Wahrscheinlichkeit, dass die anderen wissen, wie man guten Sex oder Geld macht, ist doch nicht unerheblich.”
Und abschließend die Botschaft, die gerne durch die virtuelle und reale Welt verbreitet und weitergegeben darf:
“Legen sie einfach mal ihr Werbeschildchen ab, ziehen sich zur Abwechslung etwas an und beweisen sie, dass sie sich auch ganz normal verhalten und unterhalten können.”
Aller Anfang ist schwer…
Ach ja, so einiges kommt mir bekannt vor, was ich in Henning Schuerig’s Blogeintag “Second Life: Die ersten Tage” gelesen habe. Die Probleme sind auch heute noch dieselben für Newbies - die erste kritische Hürde ist die eigene Hardware-Ausstattung, die passen sollte. Kritisch ist hier nicht nur CPU-Power und RAM-Ausstattung, sondern auch Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit des Internetbreitbandanschlusses (DSL 1000 sollte als untere Grenze angesehen werden). Glücklichweise hatte ich mit meinem ZMAX-DP und DSL6000 nur mit dem Grafikkartentreiber zu kämpfen. Allerdings stürzt dann in der virtuellen Welt gleich recht viel Komplexität auf den Neuling ein und so kommt es manchmal zu amüsanten Absurditäten, in denen Avatare Autos auf dem Kopf tragen…
Second Life und die Zukunft des Internets
Innovationszyklen werden immer schneller und die Abstände dazwischen immer kürzer, hat die Marketing-Abteilung für die UGC-Welle samt Tagging, Track-/Pingbacks und allen anderen interaktiven Gimmicks gerade das Prädikat “Web 2.0” aufgedrückt, so müßte eine virtuelle Welt wie “Second Life” konsequenterweise gleich “Web 3D” getauft werden. Kritikern, die grundsätzlich immer gegen proprietäre Lösungen sind, kam Linden Lab erst kürzlich durch die Freigabe des Clients als Open-Source entgegen. Die Frage kann daher lauten, ob “Second Life” die Zukunft des Internets darstellen kann oder wird — eine Frage ist jedoch schon heute ganz klar zu beantworten: die Zukunft des Internets ist dreidimensional. Zu gleichem Schluß (”Von Web 2.0 zu Web 3D? Wir werden es erleben …”) kommt auch Mark Sebastian Pütz im CSCL Blog.
